Akkordeon lernen

Hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um Akkordeon spielen zu lernen*

7 gute Gründe,

warum man Akkordeon spielen lernen sollte*

1. Freude an der Musik
Musizieren macht einfach Spass und man kann vom Alltag mal so richtig abschalten. Noch mehr Spaß macht es mit einem Instrument, dass dich richtig interessiert.

2. Allein oder in der Gruppe spielbar
Zumal das Akkordeon nicht nur Bass oder Melodie spielt, tönt es alleine schon ganz eindrucksvoll, nichtsdestotrotz lässt es sich auch bestens in Musikgruppen und Orchestern einsetzen

3. Musikverständnis
Selbstverständlich wird das Musikgehör geschult und wenn man noch ganz am Anfang steht, lernt man auch die Noten zu lesen, Takte im richtigen Rhythmus zu spielen, etc.

4. Bessere Koordination
Denn durch das Zusammenspiel der rechten und linken Hand wird die Koordination gefördert. Während man also mit der rechten Hand die Melodie spielt, spielt man mit der linken Hand den Bass dazu.

5. Kreativität
Ein Akkordeon kann sehr vielfältig eingesetzt werden. So kann man aus einem Lied mehrere Variante spielen, oder die Profis können gleich ein Lied selbst komponieren. Das fördert deine Kreativität.

6. Kindertauglich
Auch Kinder können das Instrument gut erlernen. So können die Kleinen schon ab etwa 9-10 Jahren die ersten, einfachen Stücke spielen lernen. So gibt es auch Akkordeons mit unterschiedlichen Größen für jedes Alter.

7. Berufsaussichten
Als ausgebildeter Akkordeonist kann man auch mal auf einem Fest spielen oder als Akkordeon-Lehrer/in sein Geld verdienen.

Aufbau des Akkordeons

1
2
3
4
5
6
1

Melodieteil / Diskantteil

2

Balg / Faltenbalg

3

Bassteil

4

Diskantregister / Klangregister

5

Diskantverdeck

6

Handriemen

© Klaus Eppele – Fotolia.com

Die wichtigsten Elemente sind der Falten-Balg 2 ( in der Mitte), der Diskantteil 1 (auf dem die Melodie mit der rechten Hand gespielt wird) sowie der Bassteil 3 für die linke Hand (der auch Boden genannt wird).

Die richtige Haltung

Viele Akkordeon-Lehrer sagen, dass man im Stehen besser spielen kann. Viele spielen aber lieber im Sitzen. Wichtig ist aber wohl bei beiden Arten, dass man den Rücken gerade hält und die Riemen entsprechend anpasst, sodass diese genug Stabilität verleihen und dennoch genügend Spielraum zum freien Spielen bieten.

Wer nach kurzer Zeit schon Rückenschmerzen oder Schulterschmerzen hat, der sollte am besten eine Pause einlegen und einen erfahrenen Akkordeonspieler fragen, was an der Haltung verbessert werden kann. Denn gerade bei der linken Hand, welche ja Balgzug und Bass koordinieren muss, kann man sich ungewollt verkrampfen.

Noten lernen

Viele Nichtmusiker fragen sich bestimmt, ob es nötig ist, die Noten zu lernen, bevor man Akkordeon spielen lernen kann. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es einfacher ist, sich auf die Noten zu fokussieren, zumal man da einfache Stücke auch einfach mal ab Blatt spielen lernen kann. Ohne Noten muss man sich schon sehr gut auf sein Gehör verlassen können, zudem braucht man jemanden, der einen das Lied vorspielt oder zumindest ein Youtube Video, indem das Lied gespielt wird.

Meine Empfehlung ist es also, die wichtigsten Grundbegriffe bei den Noten zu lernen. Aber das ist keine Hexerei. Wir zeigen euch hier die nötigsten Infos, um die Noten lesen zu können.

Ein wichtiger Grundbaustein in der Musiklehre ist die Tonleiter. Diese gibt an, wo welcher Ton liegt. Im Bild erkennt man die Töne der C-Dur-Tonleiter, da der erste Ton ein C ist. Am besten sucht ihr auf eurem Akkordeon mal das C.

© blobbotronic – Fotolia.com

Die Musiknoten werden auf und zwischen den 5 Linien platziert. Die Platzierung definiert, welchen Ton es ist. Die sieben abgebildeten Töne sind ein Oktavbereich. Selbstverständlich gibt es auch höhere und tiefere Noten. Nach dem C kommt also wieder ein D, dann ein E und so weiter.

© photolars – Fotolia.com

Die Länge der Töne erkennt man an den Notenwerten. Bei kleinen Noten (wie bei den Achtel- oder Sechzehntelnoten) können auch mehrere Noten mit einem Balken statt Fähnchen zusammengefasst sein.

Noten: © stringerphoto  – Fotolia.com

Die Fingerhaltung auf den Bass-Knöpfen

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Grundstellungen, wie die Finger auf den Bass-Knöpfen liegen sollten.

Die diagonale Fingerhaltung

Dabei liegen die Finger diagonal auf den Bass-Knöpfen, während der Ringfinger auf dem C liegt, liegt der Mittelfinger auf dem kleinen c, der Zeigefinger auf dem Mollakkord cm. Der Zeigefinger kann aber auch noch eins weiter rutschen, sodass dann der Zeigefinger den Septimaakkord c7 spielt.

Möchte man nun einen anderen Ton spielen, rutscht die ganze Hand eine oder mehrere Diagonalen weiter.

diagonale Fingerhaltung

Die senkrechte Fingerhaltung

Möchte man nur die Haupttöne z.B. für die Tonleiter spielen, ist es sinnvoller die Finger senkrecht auf die Bass-Knöpfe zu legen. Im Gegensatz zur diagonalen Fingerhaltung kommt hier auch der kleine Finger zum Zug.

Beispiel einer Fingerhaltung: Zeigefinger auf dem Grundbass D, Mittelfinger auf G, Ringfinger auf dem Grundbass C und der kleine Finger auf F

senkrechte Fingerhaltung

Die Klangregister

Je nach Klangregister werden unterschiedlich hohe Töne gespielt. Je nach Klangregister tönt also ein C eine Oktave (7 Noten) höher, oder eben 1 Oktave tiefer.

Beim Akkordeon werden die Anzahl Klangregister als Chöre zusammengefasst:

2 Chöre = 2 Klangregister
2choere_2klangregister

3 Chöre = 5 Klangregister
3choere_5klangregister

4 Chöre = 11 Klangregister
4choere_11klangregister

Musiklehrer, Online Musikschule oder für sich lernen?

Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lernformen?

Lernen mit Musiklehrer

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  • keine Vorkenntnisse nötig
  • der Lehrer kann einem direkt die nötigsten Sachen zeigen

Nachteile:

  • relativ teuer (zumindest bei Einzelunterricht)
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  • kostet weniger als Musiklehrer

Nachteile:

  • mühsames zusammensuchen von Quellen im Internet (bspw. bei Youtube)
  • bei Fragen ist niemand da, der einem diese beantworten kann
  • es ist meist schwieriger ohne Hilfe (auch bezüglich Selbstdisziplin, etc.)